Konzept

Die Arbeitsgemeinschaft Achtsamkeit will den achtsamkeitsbasierten Ansatz in der Psychotherapie und in anderen psychosozialen Kontexten (Schule, Familie etc.) weiterentwickeln. Sie dient dem Erfahrungsaustausch und der Diskussion. Teilweise seit mehr als 25 Jahre beschäftigen wir uns als ÄrztInnen, TherapeutInnen, SozialpädagogInnen mit der Frage, wie wir die Idee der Achtsamkeit weiterentwickeln und in unsere Arbeit integrieren können.

Daraus entwickelten wir eine Form der Therapie und Beratung, die je nach den Möglichkeiten und Notwendigkeiten vor Ort verschieden umgesetzt werden kann. Wir arbeiten mit einer wissenschaftlichen Grundhaltung, beziehen den Stand der Forschung ein und sind auch daran interessiert, unsere eigenen Projekte zu evaluieren.

Unsere Gruppenangebote sind stark übungsorientiert, wobei wir großen Wert auf eine Stärkung der Eigenverantwortlichkeit der TeilnehmerInnen legen.

Für uns heißt das: Achtsamkeit ist die Kunst, einfach nur da zu sein:
im Kontakt mit der Umgebung, mit den Empfindungen und Gedanken, offen, empfangsbereit, ein wenig experimentierfreudig. Wir sind es gewohnt, etwas erreichen zu wollen: Spaß, Erholung, Entspannung, Besitz, Anerkennung usw.. Unsere Gewohnheiten und die gesellschaftlichen Erwartungen machen es uns schwer, „einfach“ nur da zu sein.

Sie können Achtsamkeit immer üben, wenn Sie nicht gerade ein Problem lösen müssen. Achtsamkeit führt früher oder später zu Entspannung, Gelassenheit, Ruhe, Dankbarkeit, Freude ohne Anstrengung.
Dadurch können mehr psychische Stabilität und auch spirituelle Erfahrungen entstehen. Vertrautheit mit diesem Lebensgefühl kann Ihnen helfen, wenn Sie in Situationen geraten, die unangenehm sind und die Sie nicht verändern können. Achtsamkeit kann die derzeit übliche Hyperaktivität vermindern, ist aber kein Ersatz für Veränderung. Im Gegenteil: Vielleicht planen und handeln Sie mit Achtsamkeit mit mehr Energie und Umsicht.

Wie jede wirksame Praxis kann auch die Achtsamkeitspraxis unerwünschte Wirkungen hervorrufen. Selten muss man Menschen sogar von ihr abraten. Meistens handelt es bei den Nebenwirkungen aber um vermeidbare Folgen von Missverständnissen oder sinnwidriger Anwendung. Zu diesem Thema finden Sie hier eine ausführlichere Darstellung.